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Wann ist ein Visionsworkshop Zeitverschwendung?

Nicht jeder Zeitpunkt ist richtig für einen Visionsworkshop. Und nicht jedes Unternehmen profitiert davon. Diese Seite zeigt offen, wann ein Visionsworkshop tatsächlich Zeitverschwendung ist – und wann er genau das Richtige sein kann.

Ein Visionsworkshop ist kein Allheilmittel. Er löst keine operativen Probleme, ersetzt keine Führung und kompensiert keine fehlenden Entscheidungen. Wer ihn als schnelle Lösung für komplexe Themen einsetzt, wird enttäuscht sein.

Zeitverschwendung ist ein Visionsworkshop immer dann, wenn er aus dem falschen Motiv heraus entsteht oder zur falschen Zeit durchgeführt wird.

Wenn eigentlich ein anderes Problem vorliegt

Ein Visionsworkshop ist nicht dafür da, akute operative Schwierigkeiten zu beheben. Wenn Projekte scheitern, Prozesse nicht funktionieren oder Rollen unklar sind, liegt das Problem meist nicht bei der Vision, sondern bei der Umsetzung.

In solchen Situationen wirkt ein Visionsworkshop oft wie ein Ausweichen. Man spricht über Zukunft, obwohl das Heute nicht geklärt ist. Die Folge: schöne Gespräche, aber keine Wirkung. Hier wäre ein Visionsworkshop nicht nur wirkungslos, sondern kontraproduktiv.

Wenn niemand wirklich hinschauen will

Ein weiterer häufiger Grund für Zeitverschwendung ist mangelnde Bereitschaft zur Ehrlichkeit. Ein Visionsworkshop lebt davon, dass offen über Zweifel, Spannungen und Zielkonflikte gesprochen wird. Wenn diese Themen bewusst ausgeklammert werden sollen, bleibt der Prozess oberflächlich.

Eine Vision lässt sich nicht erzwingen. Wenn Klarheit vermieden wird, entstehen bestenfalls wohlklingende Aussagen – aber keine Orientierung. In solchen Fällen ist es ehrlicher, keinen Visionsworkshop zu machen.

Wenn die Vision bereits feststeht

Manche Unternehmen suchen einen Visionsworkshop, obwohl die Richtung längst entschieden ist. Die Vision soll dann nur noch „abgeholt“, formuliert oder legitimiert werden. Der Workshop dient als Bestätigung, nicht als Klärung.

Auch das ist Zeitverschwendung. Denn wo keine echte Frage mehr existiert, kann keine neue Orientierung entstehen. Ein Visionsworkshop ist kein Kommunikationsinstrument, sondern ein Klärungsraum.

Wenn ein Visionsworkshop als Motivationstool gedacht ist

Visionen werden oft überschätzt. Sie motivieren nicht automatisch, sie lösen keine Widerstände auf und sie ersetzen keine Führung. Wer einen Visionsworkshop nutzt, um Energie zu erzeugen oder Mitarbeitende „mitzunehmen“, verkennt seine Funktion.

Motivation entsteht im Alltag – durch Klarheit, Vertrauen und konsequente Entscheidungen. Ein Visionsworkshop kann dafür die Basis schaffen, aber er ist kein Ersatz dafür.

Wann ein Visionsworkshop Sinn macht

Ein Visionsworkshop ist dann sinnvoll, wenn echte Fragen im Raum stehen. Wenn Entscheidungen schwerfallen, weil die Richtung unklar ist. Wenn sich etwas verschoben hat – im Unternehmen oder bei der Person, die Verantwortung trägt.

Er ist sinnvoll, wenn Klarheit gesucht wird, nicht Bestätigung. Wenn Offenheit möglich ist, nicht Inszenierung. Und wenn die Bereitschaft da ist, Konsequenzen aus der Klärung zu ziehen.

Wie ein solcher Rahmen aussehen kann, ist hier beschrieben:
Visionsworkshop für inhabergeführte Unternehmen

Zeitverschwendung vermeiden heisst, ehrlich zu sein

Die wichtigste Voraussetzung für einen wirksamen Visionsworkshop ist Ehrlichkeit. Ehrlichkeit darüber, warum man ihn machen will. Und Ehrlichkeit darüber, was man bereit ist, infrage zu stellen.

Manchmal ist die ehrlichste Entscheidung, keinen Visionsworkshop zu machen – zumindest noch nicht. Auch das ist Klarheit.

Diese Seite ist Teil einer Sammlung von Gedanken zur Orientierung in inhabergeführten Unternehmen.

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