Was tun, wenn der Inhaber selbst blockiert?
Wenn Entscheidungen liegen bleiben, Veränderungen stocken oder Energie fehlt, liegt die Ursache nicht selten beim Inhaber selbst. Diese Seite beschreibt, warum das passiert – und was hilft, wenn man merkt, dass man sich selbst im Weg steht.
Viele Inhaber reagieren irritiert, wenn sie merken, dass sie blockiert sind. Schliesslich sind sie es gewohnt, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und Dinge voranzubringen. Blockaden passen nicht zu diesem Selbstbild.
In der Realität entstehen Blockaden jedoch nicht aus Unfähigkeit, sondern aus Überforderung. Aus zu viel Verantwortung, zu vielen offenen Fragen und zu wenig innerer Klarheit. Gerade bei erfolgreichen Unternehmerinnen und Unternehmern ist das keine Ausnahme, sondern eher die Regel.
Woran man merkt, dass der Inhaber blockiert ist
Blockaden zeigen sich selten offen. Sie wirken subtil und oft indirekt. Entscheidungen werden vertagt, obwohl genügend Informationen vorhanden wären. Strategische Themen werden immer wieder verschoben. Diskussionen drehen sich im Kreis, ohne dass etwas entschieden wird.
Nach aussen wirkt das wie Vorsicht oder Abwägen. Innerlich fühlt es sich oft wie Stillstand an. Nicht, weil man nichts will – sondern weil zu vieles gleichzeitig möglich wäre.
Warum diese Blockade das ganze Unternehmen betrifft
In inhabergeführten Unternehmen ist der Inhaber ein zentraler Orientierungspunkt. Seine Klarheit – oder Unklarheit – wirkt sich direkt auf Führung, Strategie und Kultur aus. Wenn der Inhaber blockiert ist, spüren das andere sehr schnell.
Mitarbeitende werden vorsichtiger, Führungskräfte zögern, Verantwortung wird nicht mehr klar übernommen. Nicht, weil jemand etwas falsch macht, sondern weil Orientierung fehlt. Blockaden sind selten ein individuelles Problem – sie sind ein systemisches Signal.
Warum Aktionismus keine Lösung ist
Viele Inhaber reagieren auf Blockaden mit Aktionismus. Neue Projekte, neue Strategien, neue Strukturen. Das gibt kurzfristig das Gefühl von Kontrolle, löst aber das eigentliche Problem nicht.
Denn Blockaden lassen sich nicht durch mehr Aktivität auflösen. Sie brauchen Klarheit. Klarheit darüber, was wirklich entschieden werden will – und was vielleicht nicht mehr.
Was stattdessen hilft
Der erste Schritt ist, die Blockade ernst zu nehmen. Nicht als persönliches Versagen, sondern als Hinweis darauf, dass innere Ausrichtung fehlt oder sich verändert hat. In solchen Momenten geht es nicht um Antworten, sondern um die richtigen Fragen.
Ein strukturierter Klärungsraum kann dabei helfen, Abstand zu gewinnen, Zusammenhänge zu erkennen und wieder Entscheidungsfähigkeit zu erlangen. Wie ein solcher Rahmen aussehen kann, ist hier beschrieben:
Visionsworkshop für inhabergeführte Unternehmen
Blockaden lassen sich nicht delegieren
So paradox es klingt: Gerade wenn der Inhaber blockiert ist, lässt sich das Thema nicht delegieren. Externe Berater, Führungskräfte oder Workshops können unterstützen – aber sie können die innere Klärung nicht ersetzen.
Deshalb ist es entscheidend, einen Rahmen zu wählen, der genau dafür Raum schafft. Nicht für Lösungen, sondern für Orientierung. Nicht für Tempo, sondern für Klarheit.
Ein möglicher Einstieg dafür ist ein Visionsworkshop, der bewusst bei der Person ansetzt, die Verantwortung trägt:
Visionsworkshop für inhabergeführte Unternehmen
Blockade als Wendepunkt
Viele Inhaber berichten rückblickend, dass Phasen der Blockade Wendepunkte waren. Nicht, weil sie angenehm waren, sondern weil sie zu einer ehrlicheren Auseinandersetzung geführt haben. Mit sich selbst, mit der eigenen Rolle und mit dem Unternehmen.
Blockaden sind kein Zeichen dafür, dass etwas nicht funktioniert. Sie sind oft ein Hinweis darauf, dass etwas Neues entstehen will – aber noch keine klare Form hat.
Diese Seite ist Teil einer Sammlung von Gedanken zur Orientierung in inhabergeführten Unternehmen.
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