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Brauche ich als Inhaber wirklich eine Vision?

Viele Inhaberinnen und Inhaber stellen sich diese Frage früher oder später. Nicht aus theoretischem Interesse, sondern weil sich etwas verändert hat. Diese Seite hilft bei einer ehrlichen Einordnung – jenseits von Pflichtübungen und Management-Floskeln.

Kaum jemand gründet ein Unternehmen mit der bewussten Absicht, irgendwann an der eigenen Vision zu zweifeln. Am Anfang geht es um Aufbau, Kunden, Qualität, Stabilität. Die Richtung ist klar, auch ohne dass sie je formuliert wurde.

Die Frage nach der Vision taucht oft erst später auf. Wenn das Unternehmen läuft. Wenn Strukturen stehen. Wenn Entscheidungen komplexer werden. Und wenn sich innerlich das Gefühl einstellt, dass etwas fehlt – ohne genau sagen zu können, was.

Eine Vision ist kein Muss – aber auch kein Luxus

Nicht jedes Unternehmen braucht jederzeit eine explizite Vision. Viele inhabergeführte Unternehmen funktionieren über Jahre hinweg sehr gut ohne eine formulierte Ausrichtung. Problematisch wird es erst dann, wenn die innere Orientierung verloren geht.

Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob man eine Vision haben sollte, sondern ob das, was einen bisher getragen hat, noch ausreicht. Wenn Entscheidungen schwerer fallen, wenn Führung anstrengender wird oder wenn Strategien ihre Wirkung verlieren, kann das ein Hinweis sein, dass innere Klarheit fehlt.

Wann die Frage nach der Vision sinnvoll wird

Die Frage nach einer Vision wird dann relevant, wenn sich etwas verschoben hat. Zum Beispiel:

  • wenn das Unternehmen gewachsen ist und neue Rollen entstanden sind
  • wenn Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wurde
  • wenn wirtschaftlicher Erfolg nicht mehr automatisch Sinn stiftet
  • wenn Entscheidungen immer öfter vertagt werden

In solchen Phasen geht es weniger um Zukunftsbilder, sondern um Orientierung. Eine Vision kann dann helfen – nicht als Ziel, sondern als innerer Kompass.

Warum viele Inhaber mit Visionen fremdeln

Viele Inhaber haben Vorbehalte gegenüber dem Begriff Vision. Zu abstrakt, zu gross, zu wenig greifbar. Oft wurden Visionen erlebt, die gut klangen, aber im Alltag keine Rolle spielten. Diese Skepsis ist berechtigt.

Eine Vision, die nur formuliert ist, aber nicht getragen wird, bringt keinen Mehrwert. Sie schafft eher Distanz als Klarheit. Deshalb ist es entscheidend, Vision nicht als Text oder Projekt zu verstehen, sondern als Ergebnis einer Klärung.

Vision beginnt nicht mit Worten

Eine tragfähige Vision entsteht nicht am Flipchart. Sie entsteht aus der ehrlichen Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle als Inhaber. Mit der Frage, wofür man Verantwortung tragen will – und wofür nicht mehr.

Erst wenn diese innere Klärung stattgefunden hat, lassen sich Worte finden, die Orientierung geben. Nicht für die Website, sondern für Entscheidungen, Führung und Prioritäten im Alltag.

Wie ein solcher Klärungsprozess aussehen kann, ist hier beschrieben:
Visionsworkshop für inhabergeführte Unternehmen

Wann eine Vision mehr schadet als nützt

Eine Vision kann auch hinderlich sein, wenn sie zu früh oder aus dem falschen Impuls heraus entsteht. Wenn sie formuliert wird, obwohl innere Klarheit fehlt, entsteht ein Spannungsfeld. Nach außen wird etwas kommuniziert, das innerlich nicht trägt.

Mitarbeitende spüren diese Diskrepanz sehr genau. Die Vision verliert an Glaubwürdigkeit – nicht, weil sie falsch ist, sondern weil sie nicht gelebt wird. In solchen Fällen ist es sinnvoller, zuerst zu klären, statt zu formulieren.

Brauche ich also wirklich eine Vision?

Die ehrliche Antwort lautet: Vielleicht – aber nicht zwingend jetzt und nicht um jeden Preis.
Wichtiger als eine Vision ist Klarheit. Klarheit darüber, was heute noch trägt, was sich verändert hat und was künftig Orientierung geben soll.

Wenn diese Klarheit entsteht, folgt eine Vision oft ganz selbstverständlich. Nicht als Zielvorgabe, sondern als Zusammenfassung dessen, was innerlich bereits entschieden ist.

Ein strukturierter Rahmen für diese Klärung kann dabei helfen:
Visionsworkshop für inhabergeführte Unternehmen

Diese Seite ist Teil einer Sammlung von Gedanken zur Orientierung in inhabergeführten Unternehmen.

Hier gehts zur Übersicht Orientierung & Vision für inhabergeführte Unternehmen